Exoplanetare Systeme

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Weekly Science Update – Übersetzt von Harald Horneff

Eine künstlerische Darstellung des Satelliten Kepler in seiner Umlaufbahn, der nach entfernten Planetensystemen Ausschau hält. Astronomen, die Kepler einsetzen, haben die Entdeckung von fünf möglichen Exoplaneten-Systemen bekannt gegeben. NASA und die Kepler-Mission

 

Bis heute sind ungefähr fünfzig Sterne mit mehr als einem umlaufenden Planeten bekannt – sie sind die exoplanetaren Entsprechungen zum Sonnensystem. Diese stellaren Familien sind von entscheidender Bedeutung für Astronomen, die Herkunft und Entwicklung der Erde zusammenfügen, da sie neben anderen Bereichen neues Licht sowohl auf die Stabilität von Systemen mit mehreren Planeten werfen als auch auf die Frage, wie Planeten miteinander in Wechselwirkung stehen.

Nahezu all diese Gruppen wurden nach alter handwerklicher Tradition entdeckt, die winziges Sternwackeln analysiert, während der Planet (oder die Planeten) den Stern umkreist. Die andere erfolgreiche Technik der extrasolaren Planetenerkennung beruht auf einem planetaren Transit, doch zumindest von erdgebundenen Teleskopen aus eröffnet diese Methode eine Reihe von nicht unerheblichen Fehlinterpretationen, da die Suche nicht kontinuierlich oder über genügend lange Zeiträume ausgeführt werden kann.

Der Satellit Kepler hat gegenwärtig stetig etwa 150.000 Sterne im Blick und hält nach Transits Ausschau. Ein 30-köpfiges Astronomenteam hat jetzt im Astrophysical Journal bekannt gegeben, daß Kepler fünf neue Kandidaten für exoplanetare Systeme identifiziert hat. Nachdem sie die vielen möglichen fremden Einflüsse beschrieben haben, welche die Datenanalyse unverständlich machen könnten, kommt das Team zu dem Ergebnis, daß vorbehaltlicher der Bestätigung, eines der neuen Systeme drei Planeten besitzt und die anderen vier Systeme jeweils zwei Planeten aufweisen (einer davon möglicherweise eine Supererde). Die neuen Resultate zeigen die Leistungsfähigkeit von Kepler und den Reichtum an Systemen mit mehreren Planeten im Universum. Die Präzision von Kepler bietet den Wissenschaftlern die Aussicht, daß mit weiteren Beobachtungen die geringen Änderungen in den Bahnparametern, verursacht durch die gegenseitige Wechselwirkung zwischen den Planeten, gemessen werden könnten.

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