Junge Sternhaufen

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Weekly Science Update – Übersetzt von Harald Horneff

Eine Aufnahme der jungen Sternentstehungsregion in Perseus, wie mit den Infrarotkameras an Bord des Spitzer-Weltraum-Teleskops gesehen. Junge Sterne sind als pinkfarbene Punkte auszumachen. Obwohl sich diese Sternpopulation von denen in größeren Haufen unterscheidet, deutet eine neue Untersuchung darauf hin, daß die am Werk befindlichen Vorgänge in diesen kleineren Gruppen (und die sich ergebenden Eigenschaften der Sterne) am Ende eine Reihe von normalen Gegebenheiten hervorbringen, die sowohl große als auch kleinere Haufen umfassen. NASA und Spitzer

 

Man vermutet, daß die meisten Sterne eher in Haufen denn als isolierte Objekte entstehen, da Gas und Staub in einer Molekülwolke unter dem Einfluß der Schwerkraft zusammenfallen, bis sich Klumpen entwickeln, die dicht genug sind, um Sterne zu werden. Auch die massereichsten Sterne werden in solchen Gruppen und seltener als isolierte Objekte gefunden. Es gibt jedoch ein paar nah gelegene Sternentstehungsgebiete, die aus irgendeinem Grund von dieser Regel abweichen: ihre Sterne mit niedriger Masse stehen isoliert und es gibt keine massereichen Sterne. Man versteht noch nicht, ob diese Unterschiede daraus resultieren, daß es zwei unterschiedliche Tatbestände für die Bildung von Sternen gibt oder daß gewöhnliche Haufenbildung über einen großen, lückenlosen Bereich an Wolkeneigenschaften auftritt, mit einem daraus resultierenden Rahmen an Gruppeneigenschaften.

Helen Kirk und Phil Myers vom CfA untersuchten die Masse und die räumliche Verteilung von vierzehn benachbarten, mittelgroßen jungen Sterngruppen und suchten nach Hinweisen für eine scharfe Abgrenzung zwischen Methoden der Sternentstehung in Haufen oder in Isolation. Die Sterngruppen wurden ausgewählt, da sie jung sind (ihre Sterne haben sich nicht weit von ihrem Entstehungsort fortbewegt), aber trotzdem alt genug, um die Masse von jedem jungen Stern durch sein Spektrum genau festlegen zu können. Zusätzlich sind die Sterne räumlich zu unterscheiden und die Sternpopulation jeder Gruppe ist gut bestimmt worden.

Die Astronomen folgerten: zumindest für die von ihnen untersuchten Gruppen sind die Eigenschaften verkleinerte Ausführungen von Eigenschaften großer Haufen. Die Massen der Gruppen überspannen einen weiten Bereich, die statistisch mit der Normalverteilung übereinstimmt und überdies besteht eine Beziehung zwischen der Masse der massereichsten Sterne in jeder Gruppe und der Masse der gesamten Gruppe. Schließlich entdecken sie, daß die massereichsten stellaren Mitglieder dazu neigen, nahe des Haufenzentrums vorzukommen, so wie es in massereicheren Haufen auftritt. Die Resultate unterstützen neben der Quantifizierung der Haufeneigenschaften dieser nah gelegenen Regionen die Folgerung, daß nur eine Art der Sternentstehung in beiden Systemen, ob als isolierte oder im Haufen erfolgende Sternentstehung, am Werk ist.

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